Schnellnavigation
Die Natur, sie lieferte schon so oft das beste Rezept – und im Falle von Kokoswasser auch das internationale Erfolgsrezept. Kokoswasser aus dem Inneren der noch unreifen Kokosnuss, seit Menschengedenken als Grundnahrungsmittel bekannt und schon lange ein erfrischendes In-Getränk in seiner Heimat Brasilien, ist zum Szenedrink in hippen Bars avanciert und präsentiert sich auch noch höchst erfolgreich als 100 % natürliches Sportgetränk.
Der Erfolg ist des Kokoswassers ist verdient. Denn auch, wenn der dezente zitronig-muffige Geschmack gewöhnungsbedürftig ist – hat man sich erst daran gewöhnt, überzeugt Kokoswasser durch einmalige gesundheitlichen Qualitäten: Es enthält diverse Elektrolyte und Antioxidanzien, mehr Kalium als Bananen, ist fett- und cholesterinfrei und kalorienarm. Es hält die Muskeln am Laufen, die Zellen jung, es liefert Energie – und ist zudem auch noch ein fabelhaftes Mittel gegen Kater. Und weil es mit oder ohne Alkohol und weiteren Geschmacksgebern zu ebenso innovativen wie gesunden Cocktails vermixt werden kann, kommt es auch gern in Szenebars zum Einsatz.
Ob Sportgetränk oder Szenehype, längst haben die großen Namen der Getränkeindustrie die Zeichen der Zeit erkannt und sich ihren Anteil am Kokoswasser gesichert. Dass der Mächtigste nicht immer der Bedeutendste sein muss, zeigt das Beispiel USA: Es ist das unabhängige Unternehmen Vita Coco, das etwa 70 % des 30-Millionen-Dollar Marktes für sich beanspruchen kann. Konkurrent Zico (samt Unterstützung durch Coca-Cola) und PepsiCo, das sich jüngst den brasilianischen Hersteller Amacoco einverleibt hat – sie dürfen nun gegen die erste und derzeit noch stärkste Kokoswassermarke antreten. Es dürfte spannend werden, und das nicht nur in den USA. Denn mittlerweile hat Kokoswasser den Getränkemarkt auch anderenorts belebt – es ist mittlerweile auf dem besten Wege, die ganze Welt von seinen Qualitäten zu überzeugen. Dazu bedarf es dann jenseits der tropischen Heimat auch keiner Palmenstrände: Kokoswasser für jedermann kommt jetzt im Tetrapack aus dem Supermarkt. Wohl bekomm’s.

- Die Kokospalme gedeiht in feuchtwarmen Tropengebieten mit durchschnittlichen Temperaturen von mindestens 25 Grad.
- Kokoswasser stammt aus der grünen Frucht, die etwa fünf Monate vor ihrer endgültigen Reife geerntet wird.
- Zur Herstellung der (weit weniger gesunden!) Kokosmilch wird das Fruchtfleisch der Kokosnuss mit Wasser püriert, gefiltert und extrahiert.
- Kopra ist das getrocknete Fruchtfleisch der reifen Kokosnuss; aus ihm wird Kokosöl bzw. Kokosfett gewonnen.
- Der Saft der Palme (Palmnektar) wird zu Palmwein vergoren oder eingedickt als Palmhonig verzehrt.
- Aus den äußerst haltbaren Bast und Fasern der Kokosnuss werden Seile und Fischernetze hergestellt; es kommt auch für Teppich oder Fußmatten zum Einsatz
- Auch Palmholz und Palmwedel werden verwertet: Sie sind wichtiges Baumaterial in den tropischen Ländern und Werkstoff für Möbel.
- Kokosnussschalen werden als Dekorations- und Brennmaterial verwendet.